Ausbildung zum Zertifizierten Mediator / zur Zertifizierten Mediatorin

Das IMKA bietet verschiedene Ausbildungsgänge im Bereich Mediation an:

  • Ausbildung zum*r zertifizierten Mediator*in 
  • Ausbildung zum*r Familienmediator*in 
  • Ausbildung zum*r Wirtschaftsmediator*in 
  • NEU: Ausbildung zum*r Fachmediator*in im Gesundheitswesen 

Die Grundausbildung umfasst  120 Theoriestunden. Sie richtet sich an Interessierte aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die mediative Kompetenzen in ihren Berufsalltag einbringen möchten und durch diese Fortbildung die eigene Handlungskompetenz ergänzen möchten.
Die Ausbildung entspricht der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren  (ZMediatAusbV).

 

Die Ausbildungstermine 2019 finden Sie hier!

Anmeldung zur Ausbildung (PDF)

Informationen zur Ausbildung (PDF-Flyer)

Die beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von IMKA Augsburg erfüllen die Voraussetzungen der Regierung von Schwaben und sind von der Umsatzsteuer befreit gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG.

Hinweis:

Kooperation mit der Universität Augsburg, Master Studiengang Sozialwissenschaftliche Konfliktlösung:
Angebot für Studierende dieses Masterstudiengangs, die bei uns Sonderkonditionen erhalten. Vier Plätze sind reserviert.
Sie bezahlen derzeit pro Modul lediglich 300,-- €

 

Ausbildungsinhalte

IMKA Augsburg vermittelt Ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten, die eine qualifizierte berufliche oder nebenberufliche Tätigkeit als Mediator/Mediatorin ermöglichen. Besonderen Wert legen wir auf die innere Haltung zum Konflikt und zu den Konfliktparteien, sowie auf die Beherrschung verschiedener Mediationstechniken.

 

Unsere Ausbildung befähigt Sie zur Mediation in folgenden Bereichen:

  • Wirtschafts- und Arbeitswelt
  • Organisationen, Vereine und Verbände
  • Kommunaler, politischer, sozialer und interkultureller Bereich
  • Kindergärten, Schulen und Erziehungseinrichtungen
  • Familien, Nachbarschaft, Mieter

 

Die Ausbildung qualifiziert Sie auf vielfältige Weise durch:

  • Theorievermittlung
  • Übungen am praktischen Fall
  • Aufgaben zur Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Vielfältige Rollenspiele, Kleingruppen- und Plenumsarbeit
  • Familien- und Organisationsaufstellungen
  • Gegenseitige Covision und Intervision
  • Ausführliche Feedbacks nach jeder Übungsphase

 

Ziele der Ausbildung an unserem Institut:

           Sie unterstützen Konfliktparteien

  •   einander wieder zuzuhören
  •   durch das Erlernen oder Erinnern bestimmter Kommunikationsregeln unterschiedliche Haltungen und
      Wahrnehmungen zu akzeptieren
  •   eigene Interessen und Notwendigkeiten darzulegen und die vorgetragenen Vorstellungen verständlich zu
      machen
  •   nicht vergangenheitsbezogene Dinge zu erörtern, sondern Zukunftsperspektiven zu entwickeln und
      vertraglich zu fixieren
  •   zu verstehen, dass auf diese Weise konstruktiv gefundene Lösungen die tragfähigste Gestaltung für die
      Zukunft darstellt.

 

Voraussetzung für eine Ausbildung bei IMKA Augsburg

  • ein Studium oder eine Berufsausbildung
  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung
  • Mindestalter 25 Jahre
  • die Bereitschaft, sich selbst in einer Gruppe zu erfahren und einzubringen.

 

Ausbildung Familien- oder Wirtschaftsmediator/in

In diesem Kontext sprechen wir Menschen an, die Mediation als Profession und Dienstleistung in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern anbieten möchten.

 

Die Ausbildung richtet sich als Zusatzqualifikation insbesondere an folgende Berufsgruppen:

  • Rechtsanwälte und Steuerberater
  • Führungskräfte aus der Wirtschaft
  • Betriebs-/Personalräte
  • Unternehmensberater
  • Mitarbeiter im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung
  • (Sozial-)Pädagogen
  • Erzieher
  • Psychologen
  • Ärzte
  • Personal in der (Kranken-)Pflege, Betreuung usw.

 

Ausnahmeregelungen können nach einem persönlichen Gespräch von der Institutsleitung getroffen werden.

Diese Ausbildung hat einen Umfang von 200 Zeitstunden sowie einen praktischen Ausbildungsteil, bestehend aus der Dokumentation von vier eigenen Mediationsfällen.
Bereits während der Grundausbildung können Sie mit Ihrer praktischen Tätigkeit als Mediator bzw. Mediatorin beginnen und den Nachweis in Form einer Dokumentation hierüber erbringen.

Die Ausbildung entspricht den Vorgaben der Bundesverbände BAFM, BM und BMWA. Weitere Einzelheiten und Voraussetzungen zur Zertifizierung bzw. Lizensierung bei den sogenannten B-Verbänden ergeben sich aus den jeweiligen spezifischen Verbandskriterien, die Sie hier finden:
www.bafm-mediation.de   
www.bmev.de   
www.bmwa.de

 

Ausbildungsablauf

Wir besetzen die Ausbildungsgruppen interdisziplinär mit mindestens 9 und maximal 18 Teilnehmern.

Nach verbindlicher Anmeldung erhalten Sie ein ausführliches Curriculum. Zu jedem Modul bekommen Sie Handouts, das Fotoprotokoll sowie ein Skript, mit dem Sie Erlerntes wiederholen und vertiefen können.

Wir bieten die Seminare berufsbegleitend an, d.h. von Donnerstagabend bis Samstagabend:
Donnerstag 17 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag 9 bis 19 Uhr.

 

Einführungsseminar (20 Stunden):

  • Überblick über die Methode der Mediation und ihre Anwendungsfelder
  • Sie lernen das Mediationsverfahren anhand des von uns praktizierten Fünf-Phasen-Modells kennen
  • Sie durchlaufen am Beispiel eines praktischen Falls in Rollenspielsituationen alle Phasen

Das Seminar ist in sich abgeschlossen, die Buchung einzeln möglich.
Die Teilnahme ist Voraussetzung für die Grund- und Gesamtausbildung.

 

Grundausbildung (120 Stunden):

Sie setzt sich zusammen aus:

  • Einführungsseminar und
  • Weiterbildung in fünf Modulen á 20 Zeitstunden; diese Module behandeln die Phasen des Mediationsverfahrens nacheinander und vertieft. Jedes einzelne Modul hat daneben ein spezielles Thema als Schwerpunkt.

Qualifizierte interdisziplinäre Mediationsausbildung insbesondere für Menschen, die die Ausbildung nutzen wollen, um Mediation in ihren Berufsalltag zu integrieren. Wir initiieren Lerngruppen und unterstützen die Vernetzung.

Die Grundausbildung zum Mediator/zur Mediatorin beinhaltet Supervisionstage und wird für die Teilnehmer mit dem Ziel der Spezialisierung zum Familienmediator bzw. zum Mediator in Wirtschafts- und Arbeitswelt einheitlich angeboten.

 

Gesamtausbildung (200 Stunden):

Sie setzt sich zusammen aus der

  • Grundausbildung
  • Vier Modulen á 20 Stunden,  je Spezialisierung im Bereich Familien- und/oder Wirtschaftsmediation
  • Supervisionstage

Aufbauend auf das Einführungsseminar und die Grundausbildung können Sie also mit weiteren je vier Modulen eine Spezialisierung als Familien- oder Wirtschaftsmediator erwerben.

 

 

Neu: Ausbildung zum*zur Fachmediator*in im Gesundheitswesen

Ab Juni 2019 wird bei IMKA Augsburg die (soweit bekannt) erste Ausbildung zum Fachmediator*in für das Gesundheitswesen durchgeführt. Namhafte bundesweit tätige Trainer*innen schulen die Teilnehmenden in dem spezifischen Wissen und den Fähigkeiten, die eine Tätigkeit in diesen meist stark hierarchisierten Bereichen erfordert.
Interessierte Teilnehmende beginnen bereits im Dezember 2018 mit einer Grundausbildung zur Mediator*in, die auch Teilnehmende anderer Mediationsbereiche absolvieren. Nach Ende der Grundausbildung im Mai 2019 schließt sich die Spezialisierung an.

Als Fachmediator*in im Gesundheitswesen sind Sie den Hürden eines anspruchsvollen Arbeitsalltags gewachsen:

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bleibt eine Herausforderung. Pflegekräfte werden zunehmend aus dem Ausland angeworben, sodass auch die Interkulturalität bzw. Diversität des Personals im Gesundheitswesen immer weiter zunimmt. Konflikte durch Missverständnisse sind damit ein Teil des täglichen Miteinanders.

Die Gefährdung von Patienten durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal sowie die Vernachlässigung von pflegebedürftigen Menschen insbesondere in der Intensivpflege sind nur einige Beispiele für aktuelle Spannungsfelder in der Region in und um Augsburg. Gleichzeitig steigt die Belastung im Beruf: Jede*r fünfte Klinikarzt bzw. -ärztin steht kurz vor dem Burnout.

Damit ist das Gesundheitswesen ein Bereich, in dem Patient*innen, Angehörige und Behandelnde in stetiger und nicht selten konfliktreicher Beziehung zu einander stehen.

 

Die Ausbildung zum*zur Fachmediator*in im Gesundheitswesen umfasst folgende Inhalte:

  • Führungsprinzipien bei Strategie- und Ressourcenkonflikten
  • Vermittlung in einem hierarchischen, oft unflexiblen System
  • Verbesserung Ihrer Verhandlungsfähigkeit, indem Sie die Prinzipien der Mediation erfolgreich anwenden
  • Erkennung und konstruktive Klärung von Kommunikationsschwierigkeiten, Konflikten und Missverständnissen in Ihrem multikulturellen Team

 

Als Fachmediator*in im Gesundheitswesen können Sie

  • Streitparteien aufzeigen, dass Zuhören und Verstehen zielfördernder sind als überzeugen und überreden wollen
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung auch in Konflikt- und Stresssituationen zu schärfen und hierdurch professioneller agieren
  • Tabuthemen im Zusammenhang mit Erkrankungen, Sterben und Tod so anzusprechen, dass alle Beteiligten gute Entscheidungsgrundlagen erhalten.

Über das Erlernen von Mediationstechniken und -methoden hinaus, legen wir besonderen Wert auf die innere Haltung zum Konflikt und zu den Konfliktbeteiligten. 

 

Die Ausbildung umfasst neben dem Einführungskurs und der Grundausbildung eine 80-stündige Spezialisierung: 

  •  Einführungskurs (20 Std.)
  • Grundausbildung, die für alle Teilnehmer*innen unserer Ausbildungen gleich gestaltet ist (100 Std.) 
  • Fachausbildung/Spezialisierung (80 Std.)
  • Abschlusskolloquium (20 Std.)

Downloaden Sie den Informationslfyer hier: Broschüre Fachmediator*in Gesundheitswesen.

Teilnahmevoraussetzungen für die Ausbildung:

  • eine qualifizierte Berufsausbildung oder
  • ein abgeschlossenes Studium
  • einschlägige Berufserfahrung von mindestens 2 Jahren

Über die Aufnahme und eventuelle Ausnahmeregelungen entscheidet das Institut eigenverantwortlich.

 

Zertifizierungsmöglichkeiten:

  • Zertifizierte*r Mediator*in nach §§5 II, 6 MedG/§§1-7 ZMediatAusbV
  • Eine Lizensierung ist bei den Bundesverbänden BAFM, BM, BMWA möglich, wenn u.a. zusätzlich zur theoretischen Ausbildung vier Praxisfälle dokumentiert wurden. Nähere Informationen erhalten sie über die Webseiten der Verbände (www.bafm-mediation.de, www.bmwa.de, www.bmev.de)